Sitzung 1
Einführung, Modulziele & Annäherung an den Inklusionsdiskurs (Lindmeier & Lindmeier)
Sitzung 2
Inklusionsbegriffe, Leistungsorientierung vs. Inklusion am Gymnasium (Bräu)
Sitzung 3
Nachteilsausgleich & Diagnostik (Wolf & Dietze)
Sitzung 4
Soziale Integration von Lernenden mit Förderbedarf (Kohrt et al.)
Feiertag
Christi Himmelfahrt
Sitzung 5
Evidenzbasierte Praxis / Assessment (Mitchell & Sutherland)
Pfingstpause
Keine Präsenzsitzung
Selbstarbeit I
Neurodiversität & Strukturierung (Haider et al.)
Selbstarbeit II
Lernraumgestaltung & Klassenmanagement (Haider et al.)
Sitzung 6
Exkurs 1: Förderschwerpunkt Sehen (Lang & Thiele)
Sitzung 7
Exkurs 2: Förderschwerpunkt Hören (Leonhardt)
Sitzung 8
Exkurs 3: KI als UDL-Beschleuniger (Themensitzung)
Sitzung 9
Exkurs 4: Kooperation & multiprofessionelle Teams (Kluge et al.)
Sitzung 10
Seminarauswertung & Vorstellung der Prototypen
Sitzung 11
Abschlusssitzung - Kolloquium & Schreibwerkstatt
Sitzung 1: Einführung in das Modul & Vorstellung des Projekts
1. Defizitorientiert vs. Bedarfsorientiert
Defizitorientiert (Medizinisches Modell / Integration):
- Schaut auf das Kind. "Das Kind hat ADHS oder LRS und scheitert deshalb am Text." (Das Label/die Diagnose steht im Vordergrund).
- Die klassische Maßnahme: Der Nachteilsausgleich (NTA).
- Weil das Kind eine diagnostizierte Beeinträchtigung hat, bekommt es als Reaktion darauf eine individuelle Anpassung (z. B. mehr Zeit, einen speziellen Text), um die unveränderte schulische Norm trotzdem erfüllen zu können.
- Es ist oft defizitär und diskriminierend begründet, zusätzlich wirkt es erst reaktiv (es muss erst jemand scheitern und getestet werden) und lindert die Barriere nur für diese eine Person.
Bedarfsorientiert (Soziales Modell / Inklusion):
- Schaut auf die Umgebung. "Der Text ist unstrukturiert. Er stellt eine Barriere dar, weil er den individuellen Bedarf nach visueller Strukturierung nicht erfüllt." (Die Barriere und der Unterstützungsbedarf stehen im Vordergrund).
- Die zukunftsweisende Maßnahme: Universal Design for Learning (UDL).
- Die Umgebung (der Text, der Unterricht) wird von Beginn an so flexibel und barrierefrei konzipiert (z. B. klare Strukturierung, alternative Audio-Option, Wahlmöglichkeiten), dass sie einer größtmöglichen Vielfalt an Lernenden gerecht wird.
- Es ist proaktiv. Barrieren werden abgebaut, bevor jemand daran scheitert. Lernhilfen stehen allen zur Verfügung, ohne dass jemand dafür ein Label oder einen gesonderten Nachteilsausgleich beantragen muss.
2. Leseauftrag & Fokus: Lindmeier & Lindmeier (2015)
Lesen Sie den Grundlagentext von Lindmeier & Lindmeier (2015). Der Text thematisiert Inklusion als Menschenrechtsprinzip und grenzt den Inklusionsbegriff historisch und strukturell vom früheren Integrationsbegriff ("Mainstreaming") ab. Fokussieren Sie sich beim Lesen insbesondere auf die Neuinterpretation der drei Kernbegriffe der Menschenrechte (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) nach Bielefeldt. Nach dem vollständigen Lesen bearbeiten Sie bitte die nachfolgenden Aufgaben.
3. Die menschenrechtlichen Kernbegriffe
Bielefeldt (zitiert in Lindmeier & Lindmeier, 2015) deutet die drei klassischen Kernbegriffe der Französischen Revolution für den Inklusionsdiskurs neu. Bewerten Sie die folgenden Aussagen theoriegeleitet als "Korrekt" oder "Inkorrekt".
4. Von Exklusion zu Inklusion
Die UN-BRK kritisiert veraltete Beschulungssysteme. Bewerten Sie die folgende schulische Situation auf der Systemskala. Ziehen Sie den Regler auf die einzelnen Phasen, um theoriegeleitetes Feedback zu erhalten.
Die Situation: Ein Kind mit Förderbedarf darf zwar formal dieselbe gymnasiale Regelschule besuchen wie seine Gleichaltrigen, wird jedoch in allen anspruchsvollen Kernfächern konsequent in einem speziellen Förderraum von einer Sonderpädagogin unterrichtet.
5. Vom Mainstreaming zur Inklusion
Der Text fordert einen Paradigmenwechsel vom defizitorientierten Mainstreaming zum bedarfsorientierten UDL-Ansatz. Klicken Sie auf die defizitorientierten Aussagen, um die systemische, inklusive UDL-Perspektive aufzudecken.
7. Reflexion & Diskussion
Diskutieren Sie nun leise mit Ihrer Sitznachbar:in: Inwiefern ist das Gymnasium derzeit eher von defizitorientierten Praktiken (wie Mainstreaming oder Separation) geprägt? Was müsste sich theoriegeleitet grundlegend in der Unterrichtsgestaltung ändern, um das geforderte "Enhanced sense of belonging" (tiefes Zugehörigkeitsgefühl) proaktiv zu schaffen?
7. Abschluss und Fragen
Noch Fragen?
Erreichbarkeit via Mail: dominik.toepper@tu-dresden.de
Sprechzeiten nach Vereinbarung im Raum 405 (MSI)
Sitzung 2: Inklusionsbegriffe und das meritokratische Paradoxon (Karin Bräu)
1. Leseauftrag & Fokus
Lesen Sie den Grundlagentext von Karin Bräu (2021). Der Text thematisiert das meritokratische Leistungsprinzip als zentrale Barriere für schulische Inklusion. Fokussieren Sie sich beim Lesen auf die Dekonstruktion des Leistungsbegriffs sowie auf die Unterscheidung von Differenzverständnissen (Doing vs. Undoing Difference). Nach dem vollständigen Lesen des Textes bearbeiten Sie bitte die nachfolgenden Aufgaben.
2. Die Differenzverständnisse
Karin Bräu unterscheidet grundlegend zwischen zwei Sichtweisen auf Differenzen in der Schule (vgl. S. 208). Ordnen Sie die folgenden Aussagen dem korrekten Differenzverständnis zu.
3. Die Illusion der objektiven Note
Bräu dekonstruiert mit Verweis auf Bourdieu die angebliche "Objektivität" der schulischen Leistungsmessung (S. 211). Bewertungen messen oft nicht nur reines Fachwissen, sondern unbewusst auch den "kulturellen Habitus" (z.B. bildungssprachlicher Ausdruck, normkonformes Verhalten, soziale Herkunft). Verändern Sie die Parameter einer fiktiven Schüler:in und beobachten Sie, wie das meritokratische System reagiert.
Wahrgenommene Zeugnisnote durch die Lehrkraft
Note: Befriedigend (3)
4. Dilemma im Lehrkräfte-Chat
Versetzen Sie sich in einen Messenger-Chat mit einer Kolleg:in. Kolleg:in Müller äußert sich kritisch zur Inklusion. Tippen Sie jeweils auf die Chat-Blase, deren Erwiderung K. Bräus theoretischer Argumentation am besten entspricht.
5. Ausschlussmechanismen im Alltag
Ordnen Sie die folgenden Unterrichtssituationen theoriegeleitet ein. Fördert die Lehrkraft durch ihr Handeln unbewusst eine Stigmatisierung (Doing Difference) oder handelt sie inklusiv und abbauend (Undoing Difference)?
6. Reflexion & Diskussion
Diskutieren Sie nun leise mit Ihrer Sitznachbar:in: Das Gymnasium ist historisch stark auf das Leistungsprinzip (Meritokratie) ausgerichtet. Inklusion fordert jedoch Teilhabe und den Abbau von Leistungshierarchien. Wie können Sie als Lehrkraft mit dieser strukturellen Antinomie im Alltag umgehen, ohne in ein medizinisches, defizitorientiertes Denken zurückzufallen?
Sitzung 3: Nachteilsausgleich & Diagnostik (Wolf & Dietze)
1. Leseauftrag & Fokus
Lesen Sie den Text von Wolf & Dietze (2022). Der Text beleuchtet die historische Entwicklung und die aktuellen rechtlich-organisatorischen Rahmenbedingungen der Feststellungsdiagnostik in Deutschland. Achten Sie besonders auf das Subsidiaritätsprinzip, das Trennungsgebot sowie das Spannungsfeld zwischen Elternwille und Ressourcenvorbehalt. Nach dem Lesen bearbeiten Sie bitte die folgenden Aufgaben.
2. Verfahrenseinleitung
Die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs greift massiv in die Schullaufbahn ein. Daher gilt in der Regel das Subsidiaritätsprinzip. Navigieren Sie durch den rechtlichen Entscheidungsprozess einer fiktiven Regelschule, indem Sie die theoriegeleitet korrekten Abzweigungen wählen.
Schritt 1: Ein Kind im ersten Schuljahr zeigt unerwartet massive Lernschwierigkeiten. Die Lehrkraft möchte sofort ein formelles Feststellungsverfahren (Förderbedarf Lernen) einleiten, um schnellstmöglich eine sonderpädagogische Fachkraft anfordern zu können. Darf sie das?
3. Elternwille vs. Ressourcenvorbehalt
Die UN-BRK stärkt den Elternwillen bei der Wahl des Lernortes (Inklusion vs. Förderschule). Dennoch existiert in den Schulgesetzen der Ressourcenvorbehalt. Wählen Sie aus den folgenden Begründungen der Schulaufsicht alle aus, die rechtlich ausreichen, um den Wunsch der Eltern nach inklusiver Beschulung an der zuständigen Regelschule abzulehnen.
Die Situation: Die Eltern eines Kindes mit diagnostiziertem Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung fordern die Aufnahme an der lokalen gymnasialen Regelschule.
4. Reflexion & Diskussion
Diskutieren Sie nun leise mit Ihrer Sitznachbar:in: Das Feststellungsverfahren führt systembedingt zum Ressourcen-Etikettierungs-Dilemma. Um individuelle Unterstützung zu erhalten, muss einem Kind zuvor ein formelles Defizit ("Etikett") gutachterlich attestiert werden. Wie ließe sich die Zuteilung von Ressourcen an Schulen perspektivisch (etwa im Sinne des UDL) organisieren, um personelle Unterstützung bereitzustellen, ohne Lernende defizitorientiert etikettieren zu müssen?
Sitzung 4: Soziale Integration von Lernenden mit Förderbedarf
1. Leseauftrag & Fokus (Kohrt et al., 2021)
Ein zentrales Ziel inklusiver Beschulung ist die bessere gesellschaftliche Integration von Lernenden mit Förderbedarf. Doch spiegelt sich diese bildungspolitische Hoffnung im Erleben der Kinder wider?
Lesen Sie bitte den vollständigen Artikel von Kohrt et al. (2021). Fokussieren Sie sich dabei besonders auf die zugrundeliegenden Theorien (Kapitel 2.2), die methodische Erfassung der Daten sowie die paradoxen empirischen Befunde (Kapitel 4 & 5).
Nach dem Lesen bearbeiten Sie bitte die nachfolgenden Aufgaben.
2. Theorie-Sorter
Kohrt et al. nutzen zwei Theorien zur Erklärung sozialer Integration. Ordnen Sie die empirischen Annahmen der passenden Theorie zu. Klicken Sie auf den korrekten Button.
"Personen evaluieren ihre eigenen Fähigkeiten bevorzugt durch den Vergleich mit ähnlichen Personen (Ähnlichkeitshypothese)."
3. Leistung & Heterogenität
Experimentieren Sie mit der Zusammensetzung einer inklusiven Schulklasse. Verändern Sie die Regler für Klassenleistung und Heterogenität. Beobachten Sie, wie das System – streng nach den Regressionsmodellen von Kohrt et al. – die soziale Integration eines Kindes mit Förderbedarf berechnet.
Live-Ergebnis: Soziale Integration (SPF-LSE)
Mittelmäßig integriert
4. Der Schulform-Vergleich
Wir haben nun gelernt, dass hohe Klassenleistungen die soziale Integration (durch negative Vergleiche) erschweren und Heterogenität sie nicht auffangen kann. Treffen Sie nun eine quantitative Vorhersage: Wo schätzen die betroffenen Kinder (N=1924) ihre soziale Integration auf einer Skala von 0 bis 4 insgesamt höher ein? Schieben Sie den Regler auf Ihre Vermutung und lösen Sie auf.
5. Reflexion & Methodik-Diskussion
Diskutieren Sie nun leise mit Ihrer Sitznachbar:in: Die explorativen Ergebnisse zeigen, dass eine physische Platzierung in (leistungsstarken und heterogenen) allgemeinen Schulen paradoxerweise zu weniger Integrationsempfinden führt, da negative Vergleichsprozesse dominieren. Wenn einfache Umgebungsfaktoren versagen – welche tiefgreifenden pädagogischen und didaktischen Maßnahmen (etwa nach Prinzipien des UDL) müssen Lehrkräfte an allgemeinen Schulen ergreifen, um Beziehungen gezielt zu gestalten?
Sitzung 5: Evidenzbasierte Praxis & Assessment (Mitchell & Sutherland)
1. Leseauftrag & Fokus
Lesen Sie die bereitgestellten Auszüge aus dem englischsprachigen Fachbuch von Mitchell & Sutherland (2020). Fokussieren Sie sich auf folgende Abschnitte, um die Wirksamkeit inklusiver Beschulung sowie die Rolle formativer Diagnostik zu erfassen:
- Kapitel 4: Inclusive Education (S. 49-69 im Originalbuch; S. 1-25 im bereitgestellten PDF). Achten Sie hier besonders auf die Bestandteile der "Magic Formula" für inklusive Bildung und die systematisch zusammengefassten Forschungsbefunde.
- Kapitel 10: Formative assessment and feedback (S. 27-37 im bereitgestellten PDF). Fokussieren Sie sich auf den kybernetischen Feedback-Ansatz und die beschriebenen neurobiologischen Reaktionen (Stresshormone) von Lernenden auf Feedback.
Bearbeiten Sie nach dem Lesen die folgenden interaktiven Aufgaben, um die theoretischen Modelle aus dem Text auf die Praxis zu transferieren.
2. Ein simuliertes Schulprofil entwickeln
Bauen Sie im folgenden Simulator eine fiktive Schule auf. Achtung: Viele der angebotenen Handlungsoptionen (wie z. B. Nachteilsausgleiche oder Schulbegleitungen) sind im heutigen Schulalltag zwar gängige, vermeintlich positive Praxis, gelten theoriegeleitet (nach Mitchell & Sutherland) jedoch als defizitäre Formen der Mikro-Exklusion. Überlegen Sie theoriegeleitet präzise: Was ist wirklich Inklusion?
Vision & Leitbild (V)
Placement (P)
The 5 As (Curriculum)
Support (S)
Resources (R)
Leadership (L)
3. Kybernetisches Feedback & Neuro-Scan
Verändern Sie im folgenden Labor stufenlos die Parameter Ihres Feedbacks. Beobachten Sie, wie sich der generierte Satz Wort für Wort anpasst und wie das Gehirn in Echtzeit reagiert (Side-by-Side Ansicht).
Synthetisierter Feedback-Satz
Echtzeit-Neuro-Scan
4. Effektstärke d und formatives Feedback
Wie stark wirken sich formatives Assessment und qualitatives Feedback in der empirischen Praxis tatsächlich auf den Lernerfolg aus? Schätzen Sie die durchschnittliche Effektstärke nach Cohen d auf der wissenschaftlichen Skala.
5. Reflexion & Diskussion
Diskutieren Sie nun leise mit Ihrer Sitznachbar:in: Mitchell & Sutherland betonen, dass weltweit eine Lücke zwischen inklusiver Rhetorik (Gesetze, Visionen) und der tatsächlichen Praxis im Klassenzimmer klafft. Wenn wir wissen, dass formatives Assessment und fehlerfreundliches Feedback derart massive empirische Effekte (d = 0.90) haben, warum dominieren dann an Gymnasien in der Realität nach wie vor oft summatives Assessment (Noten) und defizitorientierte Leistungsvergleiche?
Selbstarbeit I: Neurodiversität & Strukturierung (Haider et al.)
1. Leseauftrag & Fokus
Bitte lesen Sie den bereitgestellten Grundlagentext von Haider et al. mit dem Schwerpunkt auf Kapitel 2.1 (Neurodiverses Lernen im schulischen Feld) sowie Kapitel 2.2 (Rahmenbedingungen für einen neurodiversen Unterricht). Achten Sie besonders darauf, wie Barrieren der Handlungssteuerung durch proaktive Reizreduktion und visuelle Strukturierung im Sinne des Universal Design for Learning abgebaut werden können. Bearbeiten Sie anschließend die interaktiven Aufgaben.
2. Kognitive Überlastung & Strukturierung
Für neurodiverse Lernende kann ein unstrukturierter, optisch dichter Text rasch zu einer sensorischen und kognitiven Überlastung führen, da der Reizfilter anders funktioniert. Verschieben Sie den Regler schrittweise durch die 4 Stufen, um theoriegeleitet visuelle Barrieren abzubauen und den Text zugänglich zu machen.
3. Herausforderungen exekutiver Funktionen
Haider et al. betonen die Bedeutsamkeit exekutiver Funktionen. Wenn diese überlastet sind, wird das Verhalten von Lernenden im Schulalltag oft fälschlicherweise als "Faulheit" oder "Provokation" missverstanden. Ordnen Sie die folgenden, kritischen Situationen dem jeweils primär beeinträchtigten Funktionsbereich zu.
4. Inklusive Lernumgebung bauen
Ein 3-seitiger Fachtext zum Thema "Antikes Rom" steht an. Sie planen für eine Lerngruppe, in der u.a. ein Kind mit Sehbeeinträchtigung, ein Kind mit ADHS und ein Kind mit DaZ-Hintergrund (Deutsch als Zweitsprache) lernen.
Aktivieren Sie didaktische Werkzeuge durch Klick auf die Karten. Beobachten Sie die Live-Auswirkung und lesen Sie die spezifischen Kommentare! Ziel: Alle drei Profile auf 100% Teilhabe bringen, ohne defizitorientierte Maßnahmen zu nutzen.
Selbstarbeit II: Lernraumgestaltung & Klassenmanagement (Haider et al.)
1. Leseauftrag & Fokus
Bitte lesen Sie den bereitgestellten Grundlagentext von Haider et al. schwerpunktmäßig Kapitel 3.1 bis 3.3 (Der Lernraum und Arbeitsorganisation) sowie Kapitel 3.4 (Zeitliche Gestaltung). Fokussieren Sie sich darauf, wie der physische Raum das Verhalten lenkt und warum gutes Klassenmanagement nicht reaktiv straft, sondern durch Strukturen präventiv Inklusion ermöglicht. Bearbeiten Sie danach die nachfolgenden Aufgaben.
2. Simulator zur Raumeinrichtung
Der physische Raum beeinflusst massiv das Lernen. Wandeln Sie das traditionelle Klassenzimmer durch Auswahl der untenstehenden Bausteine in einen inklusiven Lernraum um. Achtung: Nicht alle angebotenen Maßnahmen sind theoriegeleitet sinnvoll. Beobachten Sie den Barrierefreiheits-Index.
3. Dimensionen des Klassenmanagements
Die Grundlage für Inklusion ist nach Jacob Kounin ein proaktives Klassenmanagement, das Störungen verhindert, bevor sie eskalieren. Ordnen Sie die folgenden Handlungen der Lehrkraft der jeweils korrekten Kounin-Dimension zu.
4. Der inklusive Routine-Builder
Der Übergang aus der Pause in die Unterrichtsstunde ist für viele neurodiverse Lernende eine absolute Stressphase (hoher Lärmpegel, unklare Erwartungen). Wählen Sie aus den folgenden Optionen exakt 3 Elemente aus, die zu einem kognitiv entlastenden, proaktiven Stundenbeginn beitragen.